Bombardier C Series Jets

Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier Aerospace befindet sich momentan in der späten Entwicklungsphase für eine neue Mittelstreckenflugzeug-Serie, die voraussichtlich im ersten Quartal 2015 erscheinen soll.

Mit der neuen C Serie will Bombardier sein Sortiment an Passagierflugzeuge erweitern, dass momentan beim CRJ900, mit einer Kapazität von 90 Sitzplätzen, seine Grenzen erreicht.
Die Kapazität der Bombardier C Serie wird, je nach Ausführung, von 100 bis 149 Sitzplätzen reichen. Die C Serie wird es in zwei verschiedenen Ausführungen geben:

Bombardier CS100
Bombardier CS300

Während die CS100 35 Meter lang sein wird und eine Kapazität von 110 Personen hat, wird die CS300 38,7 Meter lang sein und 130 Passagiere transportieren können. Dabei handelt es sich um die Standardvarianten, die mit Hilfe des veränderten Sitzabstandes auf die jeweiligen Anforderungen der Airlines angepasst werden können. Zusätzlich soll es die beiden Varianten auch in der Langstreckenvariante (ER) geben, die eine zusätzliche Reichweite von bis zu 1400 km zulässt.

Fahrgestell

Der Kaufpreis liegt bei der CS100 bei ca. 52,4 Mio. US-$ (ca. 39,1 Mio. €), während der Kaufpreis für die CS300 59,1 Mio. US-$ (ca. 44,1 Mio. €) betragen soll. Im direkten Vergleich mit Airbus ist die C Serie teurer (Vergleichspreis A318: 44,9 Mio. US-$) und wird es so schwer im Konkurrenzkampf haben.
Aktuell gibt es für sämtliche Modelle der C Serie 187 feste Bestellungen und 146 Optionen. Die Zukunft dieser Serie hängt davon ab wie schnell Bombardier es schafft die Marktreife zu erreichen.

Die Entwicklung der C Serie reicht bis ins Jahr 2004 zurück und ist von vielen Fehlschlägen und Verzögerungen gezeichnet. Die erfolglose Herstellersuche für ein passendes Triebwerk führten dazu, dass die Entwicklung erst 2007 wieder ernsthaft vorangetrieben wurde, nachdem Pratt & Whitney Canada zusagten ein neues Triebwerk für die C Serie zu entwickeln. Kundenmangel war das zweite große Anfangsproblem, dass die Entwicklung verzögerte. Bis zum Jahr 2007 war es Bombardier nicht gelungen Kunden für die neue Serie zu gewinnen. Erst nach der beschlossenen Triebwerksentwicklung war Lufthansa 2008 die erste Airline, die 60 Flugzeuge des Typs CS100 bestellte, bzw. dafür eine Absichtserklärung unterzeichnete.

Mittlerweile kämpft Bombardier wieder mit Problemen, die weitere Verzögerungen nach sich ziehen. Probleme mit der Board-Software, sowie Lieferschwierigkeiten der Zulieferer, führten dazu, dass der Jungfernflug schon mehrere Male verschoben werden musste, zuletzt Ende Juli.