Mitsubishi MU 300

MItsubishi Regional MU 300 JetsDer Mitsubishi MU 300 Jet ist ein sogenannter Tiefdecker. Diese Flugzeuge haben an ihrer unteren Rumpfseite die angeordneten Tragflächen. Die untere Seite der Tragflächen ist gleich mit der des Flugzeugrumpfes. Bei kleinen Maschinen mit einem geringen Querschnitt führen die Tragflächen unter dem Rumpf entlang. Somit wird ein Platzverlust verhindert. Fliegt ein Tiefdecker in der Nähe des Bodens, tritt ein stärkerer Bodeneffekt auf als bei den sogenannten Hochdeckern, die eine ähnliche Tragflächenweite aufweisen. Grund dafür ist die Bodennähe der Tragflächen bei Tiefdeckern. Dadurch kann sich die Landung verlängern, und somit ist eine lange Landebahn erforderlich. Ein Tiefdecker kann leichter konstruiert werden, da das Flügelgewicht in Bodennähe unmittelbar auf das Fahrwerk drückt und der Rumpf entlastet bleibt. Somit hat sich dieser Flugzeugtyp fest in der Luftfahrt etabliert.

Mitsubishi brachte den MU 300 mit der Bezeichnung MU 300 Diamond auf den Markt, der als Nachfolgemodell des veralteten MU-2 Jets konstruiert wurde. Das erste Flugzeug dieser Baureihe startete im Sommer des Jahres 1978. Eine weiterentwickelte Maschine mit der Bezeichnung Diamond 2 startete dann im Jahre 1984. Der Antrieb bestand aus zwei Strahltriebwerken. Nach dem Bau dieses Modells wurden die Rechte an die Tochtergesellschaft Beechcraft von Raytheon veräußert. Diese erlangte im Frühjahr des Jahres 1985 die Lizenz für das nachfolgende Modell mit Namen Beechjet 400. Ausgeliefert wurde das Flugzeug dann im Jahre 1986 mit zwei Strahltriebwerken und weiteren Modifikationen.

Im Jahre 1990 wurde das Modell Beechjet 400A gebaut. Die Reichweite war weitaus größer, und das Modell verfügte über ein erhöhtes Startgewicht, ein EFIS Cockpit sowie eine gehobenere Innenraumausstattung.

Die US Airforce erhielt in den Jahren 1992 bis 1997 ebenfalls einige Maschinen dieses Typs mit der Bezeichnung Jayhawk, welche als Flugzeuge zur Pilotenschulung dienten und auch für diesen Zweck konstruiert wurden. Weiterhin wurden Flugzeuge des Typs Beechjet 400T an die japansiche Luftwaffe ausgeliefert.

Im Jahre 1993 wurden die Hawker-Jets der British Aerospace von der Raytheon-Gesellschaft übernommen. Das Modell Beechjet 400 erhielt nun die Bezeichnung Hawker 400. Das neue Modell dieses Flugzeugtyps war nun die Hawker 400XP. Auch hier fanden noch diverse Überarbeitungen statt, bis im Jahre 2008 das Modell der Hawker 450XP entstand und auf den Markt gebracht wurde.