Was kostet es einen Privatjet zu mieten?

Wer geschäftlich oft große Entfernungen in kurzer Zeit zurücklegen muss und diese Woche noch nicht weiß, wo es ihn nächste Woche hinverschlägt, dem kann es Probleme bereiten, mittels des öffentlich angebotenen Flugverkehrs rechtzeitig und bequem an sein Ziel zu gelangen. In diesem Fall kann es ratsam sein, sich einen Privatjet zu mieten.

Privatjet mieten
Ein Privatjet hat viele Vorteile. Der Kunde braucht sich nicht an das beschränkte Angebot der Flughäfen anzupassen, sondern passt den Flug an seine individuellen Bedürfnisse an. Der Privatjet wartet auf seine Kunden, wenn sie zu spät kommen, fliegt außerhalb der üblichen Zeiten und landet genau dort, wo man es will, selbst wenn dieses Ziel von dem Ausgangsflughafen normalerweise gar nicht angeflogen wird. Doch da hinter jedem Privatflug die organisatorische und handwerkliche Leistung vieler Menschen steckt, hat jeder Privatjet seinen Preis.
Die Kosten für einen Privatjet lassen sich nicht pauschalisieren. Sie steigen, je größer der Jet ist und je länger der Flug dauert. Grundsätzlich setzt sich der Gesamtpreis für einen Privatjet stets aus zwei Komponenten zusammen: Der Flugpreis pro Stunde, der für den Anbieter des Jets die Kosten für Personal, Wartung und Kraftstoff abdeckt, sowie variablen Kosten. Bei variablen Kosten handelt es sich hauptsächlich um Start- und Landegebühren, die von den benutzten Flughäfen eingefordert werden.

Der Vergleich lohnt sich
Selbst bei den kleinsten Flugzeugen, wie zum Beispiel der Cessna, kostet eine Flugstunde bereits deutlich mehr als 1.000 Euro. Mittelgroße Flugzeuge für bis zu acht Personen kosten im Schnitt 2.500 bis 3.500 Euro pro Stunde. Große Flugzeuge haben besseren Komfort, können über zehn Passagiere transportieren und weite Strecken ohne Zwischentanken fliegen, sind jedoch mit 6.000 bis 7.000 Euro doppelt so teuer wie die mittelgroßen Privatjets.
Doch dies sind nur grobe Richtlinien, von denen die einzelnen Anbieter in der Praxis weit abweichen können. Aufgrund dieser Unterschiede sollte ein interessierter Kunde, sofern er die Zeit hat, viele Anbieter miteinander vergleichen.

Ein Beispiel:
Ein Flug von Köln nach London, ohne Rückflug, für 5 Personen. Die Flugzeit beträgt, je nach Flugzeugtyp, zwischen knapp einer Stunde oder rund eineinhalb Stunden.
Ein Anbieter (in diesem Fall www.aviaton-broker.com) bietet unterschiedlich große Privatjets, deren Preise zwischen 3.700 und 16.650 Euro variieren.
Ein anderer Anbieter (www.sophistic-air.com) bietet die gleichen Flugzeugtypen an, jedoch deutlich teurer: Der kleine Turboprop kostet hier schon 4.255 Euro, der große Heavy-Jet 19.147 Euro.
Ein dritter Anbieter (www.callajet.de) hat gerade Flüge nach London im Angebot. Dort kostet es für bis zu zehn Personen nur 2.990 Euro.

Augen auf für zusätzliche Dienstleistungen
Wer nicht zwingend auf das billigste Angebot angewiesen ist, der kann und sollte sich auch danach erkundigen, was die einzelnen Anbieter an sonstigen Dienstleistungen anbieten. Während das Catering an Bord bei fast allen Angeboten bereits im Preis enthalten ist, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der Anbieter sich beispielsweise auch um die Buchung eines angemessenen Hotels kümmert oder dafür sorgt, dass bei der Ankunft am Zielflughafen das persönliche Taxi schon bereitsteht. Manche Anbieter können bei der Planung ganzer Urlaubs- oder Geschäftsreisen helfen und geben ihrem Kunden so die Möglichkeit, sich auf Wichtigeres zu konzentrieren.